Injektionsstoffe
Die Materialauswahl für Injektionen in der Abdichtung richtet sich u.a. nach Art und Aufbau des Baukörpers bzw. der Hinterfüllung, nach dem Feuchtezustand, und nach der Abdichtungsaufgabe. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung wählen wir unter Berücksichtigung aktueller Normen für die konkrete Situation vor Ort Materialien und Verfahrensweisen aus. Dabei sind wir unabhängig von einzelnen Herstellern und Fabrikaten. In Abstimmung mit dem Auftraggeber entwickeln wir so ein individuelles Sanierungskonzept.

Im folgenden stellen wir die am häufigsten eingesetzten Materialien vor:

Epoxidharze

Injektionsgele sind keineswegs neue Baustoffe, sondern im Gegenteil die „chemischen“ Injektionsmittel mit der längsten anwendungstechnischen Tradition. Auch bei den organischen Injektionsmitteln sind Gele - hier die Acrylgele - seit über 60 Jahren bekannt und in der Praxis bewährt. Die Langzeiterfahrungen mit Acrylaten sind deshalb weitaus umfangreicher als jene mit anderen härtbaren Harzen ( EP und PUR). Moderne, weiter entwickelte Hydrogele sind physiologisch vollkommen unbedenklich und umweltverträglich.

Injektionszemente

Wenn Fehlstellen in Bauteilen vor der Wasserbelastung erkannt wurden, können diese mit Epoxidharz (EP) abgedichtet und kraftschlüssig verfüllt werden.

Epoxidharze zeichnen sich durch niedrige Viskosität, geringen Volumenschwund und hohe Eigenfestigkeit aus.

Aufgrund der sehr guten Fließfähigkeit werden Risstränkungen oft mit EP durchgeführt.

Wir arbeiten eng mit verschiedenen Prüfinstituten zusammen und sind Mitglied der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA), München.

Untersuchungsberichte, Prüfungen und Bescheinigungen zu den eingesetzten Injektionsmaterialien liegen vor.

Zum Verfüllen größerer Fehlstellen oder breiterer Risse werden oft mineralische Füllgüter verwendet, deren Eigenschaften dem des Bauteils (Beton oder Mauerwerk) am ähnlichsten sind. Wasser transportiert den Feinstzement als Trägerflüssigkeit in das Porengefüge und wird anschließend vom Baukörper absorbiert. Die abgelagerten Zemente verschließen das offene Gefüge und dichten es ab. Eine Zementinjektion gegen drückendes Wasser kann nur mit Hilfs-maßnahmen durchgeführt werden, da das Material innerhalb der relativ langen Erhärtungszeit sonst ausgespühlt würde.

Mineralische Füllgüter sind nur begrenzt auf Zug belastbar. Sie eignen sich hervorragend zum Füllen größerer Hohlräume oder von Luftschichten im mehrschaligen Mauerwerk, sofern die chemische Zusammensetzung auf das vorhandene Bauteil abgestimmt ist.

Polyurethanharze

Mit Polyurethanharzen (PUR) können Risse oder Hohlstellen unabhängig von deren Feuchtezustand abgedichtet werden.

PUR-Harze eignen sich zum Füllen größerer Risse und Fehlstellen in Beton und Mauerwerk. Es wird eine begrenzt dehnfähige Verbindung erreicht.

Schnellschäumende Polyurethanharze (SPUR) eignen sich als Hilfsmittel zum kurzfristigen Stoppen bei Eintritt größerer Wassermengen. Die großporige Struktur macht eine Nachinjektion mit PUR-Harz erforderlich.

Hydrogele
Sind wasserhaltige, hochelastische, quellfähige und dauerhaft beständige Kunststoffe. Sie besitzen die Eigenschaft, Wasser aufzunehmen oder abzugeben und dabei ihr Volumen um bis zu 80% zu verändern. Aufgrund hervorragender Haftung am Bauteil und einer Wasser-ähnlichen Viskosität werden Hydrogele vorwiegend für Schleiervergelungen an der Außenhaut des Baukörpers eingesetzt. Durch die hohe Verformbarkeit des Materials werden nachträgliche Bewegungen aufgenommen. Hydrogele müssen einer beständig feuchten Umgebung ausgesetzt sein. Beton-, Mauerwerks- oder Bodenfeuchte reichen hierzu aus.

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